Deine Gefühle nicht zu zeigen, sie zu unterdrücken und dich hinter einer heilen Fassade zu verstecken, schadet dir und zieht dir Energie ab. Es gibt jedoch einen wichtigen Aspekt, über den kaum jemand spricht: Wenn du deine Gefühle vor deinen Kindern versteckst, ihnen eine heile Welt vorspielst, die im Moment nicht der Realität entspricht, schadest du ihnen.
Im letzten Beitrag ging es darum, was das „Funktionieren“ mit dir macht. Jetzt schauen wir auf dein Gegenüber: dein Kind.
Kinder spüren mehr, als sie verstehen
Kinder haben ein extrem feines Gespür für den Gemütszustand ihrer Eltern. Lange bevor sie Worte dafür haben bzw. ihr Verstand aktiv ist, spüren sie Stimmungen. Traurigkeit in der Stimme, Anspannung im Raum, in unechtes Lächeln…
Wenn es dir nicht gut geht, spürt das dein Kind – ganz gleich, wie überzeugend du die Rolle der glücklichen Mutter, des glücklichen Vaters spielst. Diese Wahrnehmung ist unseren Kindern angeboren. Sie ist einfach da.
Ein Instinkt, der lange vor dem Verstand – sogar schon im Mutterbauch – da ist und der bei Kindern noch nicht überlagert ist von all den Mechanismen, die wir Erwachsenen im Laufe unseres Lebens aufgebaut haben, um „nicht so viel spüren zu müssen“.
Lies hierzu auch meinen Beitrag über Innere Leere.
Und genau hier beginnt das Problem.
Der innere Widerspruch und was deine Kinder daraus lernen, wenn du deine Gefühle vor deinen Kindern versteckst
Wenn du gleichzeitig ausstrahlst „Alles ist super“, während dein Kind spürt dass etwas nicht stimmt, entsteht in ihm ein innerer Widerspruch. Es spürt das eine – hört aber das andere. Ich kenne das aus meiner Kindheit und es war schrecklich für mich.
Das Problem: Dein Kind löst diesen Widerspruch in sich nicht dadurch, dass es dich in Frage stellt – das tun Kinder nicht. Also löst es ihn auf, indem es sich selbst in Frage stellt.
Dein Kind lernt: Meinem Gefühl kann ich nicht trauen. Ich kann mir selbst nicht trauen.
Denn wenn die eigene Wahrnehmung „Mama geht es nicht gut“ ständig der äußeren Botschaft „Alles ist super“ widerspricht, beginnt dein Kind langsam an seiner eigenen Intuition zu zweifeln. Das passiert nicht durch ein einzelnes Erlebnis, sondern durch mehrmalige Wiederholung. Diese macht aus einer einmaligen Erfahrung ein Muster, das sich im Unterbewusstsein abspeichert.
Dieses Muster prägt sich tief ein, und dein Kind kann sich später im Leben meist nicht mehr bewusst daran erinnern, aber es springt automatisch immer wieder an und steuert sein Leben.
Das ist keine Schuldzuweisung an dich, ganz im Gegenteil. Du tust das, weil du es selbst so gelernt hast – wahrscheinlich in einer ähnlichen Situation mit deinen Eltern. So wird aus dem Muster eine Dauerschleife, die sich über Generationen fortsetzt – außer, du durchbrichst sie.
Du siehst, wie viel auf dem Spiel steht, wenn du deine Fassade aufrecht erhältst, anstatt ehrlich zu zeigen, wie es dir geht.
Wenn Funktionieren zum Programm wird
Ein Kind, das immer wieder gesagt bekommt, dass die eigene Wahrnehmung „falsch“ ist, lernt zwei Strategien fürs Leben:
Ich kann mir und meinem Gefühl nicht trauen.
Wenn es mir nicht gut geht, muss ich so tun, als wäre alles in Ordnung.
Es lernt, die Fassade seiner Eltern nicht nur hinzunehmen, sondern es ihnen gleich zu tun. Es lernt: Ich darf nicht zeigen, wie es mir wirklich geht. Ich muss funktionieren, lächeln, und meine Rolle brav spielen, auch wenn ich im Innen zusammenbreche.
Ich habe einfach keine Kraft mehr
Genau dieses Muster begegnet mir in meiner Arbeit sehr oft: erwachsene Frauen, die von außen ein stabiles und glückliches Leben führen und sich innerlich komplett leer und überfordert fühlen.
Sie funktionieren perfekt. Nur mit sich selbst ist sie nicht mehr in Verbindung. Sie spürt sich und ihre Bedürfnisse nicht. Sie fühlt nicht mehr, wann sie eine Pause braucht, wann sie Grenzen setzen muss. Sie weiß nicht einmal, was sie wirklich braucht, um sich besser zu fühlen.
Hier reicht meist ein Blick ins Unterbewusstsein, um zu verstehen, wo dieses Muster seinen Ursprung hat.
Dein Programm „Ich darf nicht zeigen, wie es mir wirklich geht“ sitzt nicht im Kopf. Es ist, zusammen mit anderen alten Mustern, unbewussten Prägungen und familiären Loyalitäten, tief im Körpergedächtnis abgespeichert.
Wenn du deine Gefühle vor deinem Kind versteckst, beeinträchtigt das seine Fähigkeit, später Grenzen zu setzen
Die Fähigkeit deiner Kinder auf ihr Körpergefühl und ihre Intuition zu hören betrifft nicht nur den Umgang mit ihren Emotionen. Es geht auch um ein sehr wichtiges Thema, das viele erwachsene Frauen nie gelernt haben: Grenzen zu setzen.
Um zu spüren, wo die eigene Belastungsgrenze liegt, musst du dich selbst spüren können. Es ist notwendig, dir selbst und deinem Körper zu vertrauen, wenn er sagt: „Jetzt ist genug.“
Ein Kind, das verlernt hat, seiner Wahrnehmung zu vertrauen, hat als Erwachsener dieses unbezahlbare Werkzeug nicht mehr zur Verfügung. Es ist wie mit einer Fremdsprache, die du erlernst und dann nie wieder verwendest: Du vergisst alles und musst es mühsam wieder erlernen.
Somit merkst du deine eigene Erschöpfung oft erst dann, wenn dein Körper schon sehr laut schreit, weil du die leisen Signale davor seit deiner Kindheit als „falsch“ abgestempelt hast. Irgendwann hast du sie dann nicht mehr ignoriert, sondern gar nicht wahrgenommen.
Wenn du dir selbst und deinen Gefühlen nicht traust, kannst du keine Grenzen setzen und dich nicht schützen.
Die Lösung ist nicht Perfektion, sondern Ehrlichkeit
Jetzt fragst du dich vielleicht: „Es kann doch nicht sein, dass ich meine Probleme auf mein Kind abwälzen soll?“
Nein, genau das meine ich nicht.
Es geht nicht darum, dein Kind zu deinem emotionalen Beistand zu machen. Es geht darum, seine Wahrnehmung zu bestätigen, ohne es in die Verantwortung zu nehmen.
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen deiner Fassade, die Vertrauen zerstört, und deiner Ehrlichkeit, die Vertrauen aufbaut – in dich und vor allem auch in sich selbst.
Ein paar Grundprinzipien, die helfen, deine Gefühle zu zeigen, ohne dein Kind zu belasten
Kurz und wahr, ohne Details, die belasten
Dein Kind braucht keine vollständige Erklärung, was grad mit dir los ist, aber eine ehrliche Kurzmitteilung. Etwas wie: „Mama/Papa geht es heute nicht so gut. Ich bin etwas traurig, erschöpft/gestresst. Das hat nichts mit dir zu tun.“
Der letzte Satz ist der wichtigste. Er nimmt deinem Kind explizit die Verantwortung ab, die es sich sonst oft selbst zuschreibt.
Wahrnehmung bestätigen
Wenn dein Kind fragt: „Bist du traurig?“, ist „Nein, alles gut“ oft schädlicher als eine ehrliche Antwort. Besser: „Ja, du hast recht, ich bin gerade etwas traurig. Das hast du gut gespürt.“ Das stärkt das Vertrauen in die eigene Intuition, statt sie zu untergraben.
Zeigen, das du dich kümmerst
Dein Kind merkt den Unterschied zwischen „Mama kümmert sich schon“ und deinen tatsächlichen Handlungen. Das kann so einfach sein wie: „Ich gehe gleich kurz an die frische Luft, das hilft mir.“ oder „Ich rede später mit einer Freundin darüber.“ Und das dann auch tatsächlich tun. Dein Kind merkt: Es gibt einen Ausweg, nicht nur ein Problem.
Altersgerecht dosieren
Kleinere Kinder brauchen vor allem Sicherheit und Kürze. Ältere Kinder vertragen und wollen oft etwas mehr Kontext, aber ohne sie in die Erwachsenenrolle zu drängen. Du sollst sie also nicht als Zuhörer für deine ganzen Probleme nutzen.
Die Verantwortung bleibt bei dir
Es ist ein Unterschied zwischen „ich bin ehrlich über meinen Zustand“ und „ich mache mein Kind zu meinem emotionalen Support.“
Die Formel könnte sein: Gefühl benennen – Einordnen – Verantwortung übernehmen – zur Normalität zurückkehren.
Beispiel:
„Du hast richtig gespürt, dass es mir heute nicht so gut geht. Das ist okay, das passiert auch Erwachsenen manchmal. Es hat nichts mit dir zu tun, und ich kümmere mich darum. Du musst dir keine Sorgen machen. Wollen wir gemeinsam ein Buch lesen/eine Runde Ball spielen/das Abendessen vorbereiten?“
Es gibt viele Gründe aus dem Funktionieren auszusteigen
Wenn du Kinder hast, geht es nicht nur um dich. Und dein Gefühl der inneren Leere ist für sich genommen schon Grund genug, etwas in deinem Leben zu verändern.
Neben deinem eigenen Lebensglück geht es aber auch darum, ob deine Kinder lernen, ihren eigenen Gefühlen zu vertrauen und ihnen zu folgen. In der Kindheit werden die Weichen gestellt, ob sie später einmal nur funktionieren und überspielen, wie es ihnen wirklich geht – oder ob sie sich authentisch zeigen. Es wird der Grundstein gelegt, ob sie später im Leben in der Lage sind, Grenzen zu setzen, wenn sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen.
Denn all das beginnt mit der Fähigkeit sich selbst zu spüren und den eigenen Gefühlen zu vertrauen.
Und diese Fähigkeit vermittelst du deinem Kind nicht, in dem du nach Außen perfekt bist. Du bestärkst sie, indem du echt bist.
Ich begleite dich auf deinem Weg
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Dein Weg zurück in deine Lebendigkeit beginnt jetzt.
Q&A – Häufige Fragen zu meiner Arbeit
Kann ich mit jedem Problem zu dir kommen?
Ja. Denn das aktuelle Problem ist meist nur das Symptom.
Mit meiner DEEP RESET Methode finden wir die ursprüngliche Ursache dort, wo dein System sie gespeichert hat – im Zellgedächtnis. Genau dort lösen wir sie.
An dieser Stelle sei erwähnt: Ich bin Energetikerin – keine Ärztin oder Therapeutin. Ich arbeite mit dem Energiesystem deines Körpers. Gesundheitliche Beschwerden oder Erkrankungen lass bitte unbedingt ärztlich abklären.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
DEEP RESET ist eine individuell auf dich abgestimmte Begleitung über 6 Monate, in der wir Schicht für Schicht die alten Programme in deinem Körpergedächtnis lösen. Wir arbeiten in 8 Sitzungen, damit sich dein Leben nicht nur kurzfristig besser anfühlt, sondern sich langfristig wirklich verändert.
Muss ich daran glauben, damit es funktioniert?
Nein. Du musst weder daran glauben noch etwas „richtig machen“.
Meine Arbeit basiert nicht auf Überzeugung, sondern auf der Rückmeldung deines Körpers. Über den kinesiologischen Muskeltest zeigt dein System sehr klar, wo eine Prägung sitzt und ob sie gelöst ist – unabhängig davon, was du darüber denkst oder fühlst.
Viele meiner Klientinnen sind anfangs skeptisch oder sehr rational. Das ist kein Hindernis.
Veränderung geschieht nicht, weil du daran glaubst, sondern weil dein Körper die Information bekommt, die er braucht, um alte Programme loszulassen.
Was es braucht, ist Offenheit und die Bereitschaft, dich begleiten zu lassen. Der Rest zeigt sich im Prozess.
Was passiert, wenn ich etwas löse und mein Umfeld damit nicht klarkommt?
Ja, das kann passieren – vor allem bei familiärer Loyalität und bei Menschen, die lange für andere funktioniert haben, viel Verantwortung getragen und ihre eigenen Grenzen hintenangestellt haben.
Wenn du beginnst, alte Muster zu lösen, verändert sich nicht dein Wesen, sondern deine innere Ordnung.
Du bist klarer, präsenter und stimmiger mit dir selbst. Für dein Umfeld kann das zunächst ungewohnt sein.
Menschen, die von deinen alten Mustern profitiert haben – etwa davon, dass du immer verfügbar warst oder kaum „Nein“ gesagt hast – reagieren manchmal irritiert oder auch verärgert. Nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil sich das gewohnte Gleichgewicht verschiebt.
Für deinen Heilungsprozess ist diese Phase oft notwendig. Nicht, um Beziehungen zu zerstören, sondern um sie auf eine neue, gesunde Basis zu stellen.
Was nicht mehr zu dir passt, darf sich verändern.
Was dir gut tut, findet einen neuen Platz.
Und du gehst diesen Prozess nicht allein. In der gemeinsamen Arbeit achten wir darauf, dass dein System sich stabil anpasst – Schritt für Schritt, in deinem Tempo.
Verliere ich die Kontrolle in einer Sitzung?
Nein. Du bist während der gesamten Sitzung bei vollem Bewusstsein und jederzeit handlungsfähig.
In meiner Arbeit geht es nicht darum, dich in einen Zustand zu bringen, in dem du „weg“ bist oder etwas mit dir gemacht wird. Im Gegenteil: Dein System bestimmt das Tempo und zeigt sehr klar, was bereit ist, gelöst zu werden und was nicht.
Der kinesiologische Muskeltest dient dabei als präzises Kommunikationsinstrument mit deinem Körper. Er greift dort, wo der Verstand keinen Zugriff hat. Du gibst zu jedem Zeitpunkt die Richtung vor. Ich halte energetisch den Raum und führe dich durch den Prozess.
Was, wenn ich nichts spüre?
Das ist vollkommen in Ordnung und kommt häufiger vor, als viele denken.
Nicht jedes Nervensystem reagiert emotional oder körperlich spürbar. Manche Menschen nehmen Veränderungen eher im Nachhinein wahr:
durch mehr innere Ruhe, klarere Entscheidungen, mehr Leichtigkeit, besseren Schlaf oder veränderte Reaktionen im Alltag.
Wichtig ist:
Dein Körper muss nichts „leisten“ oder „zeigen“, damit die Arbeit wirksam ist.
Der kinesiologische Muskeltest zeigt unabhängig von deinem Erleben, wo eine Prägung sitzt und ob sie gelöst ist. Das prüfe ich am Ende jeder Sitzung.
Für wen ist DEEP RESET nicht geeignet?
DEEP RESET ist nicht geeignet für Menschen,
die eine schnelle Lösung ohne Eigenverantwortung suchen,
die erwarten, dass jemand „etwas für sie repariert“,
oder die aktuell nicht bereit sind, ehrlich hinzuschauen.
Meine Arbeit richtet sich an Frauen, die spüren, dass sie an einem inneren Wendepunkt stehen und bereit sind für echte Veränderung.
Wenn du innerlich noch stark im Widerstand bist oder ausschließlich eine rationale Erklärung suchst, ist ein anderer Weg im Moment vielleicht stimmiger.
DEEP RESET ist eine bewusste Entscheidung für nachhaltige Veränderung – nicht für schnelle Beruhigung.
Muss ich zu dir kommen, wenn ich mit dir arbeiten möchte?
Nein. Ich arbeite auch online. Energie kennt keine Grenzen und die Erfolge meiner Arbeit sind nicht davon abhängig, ob du zu mir kommst, oder wir via Zoom arbeiten. Meine Praxen sind in Klosterneuburg und Wien und ich habe Klienten in Dubai, London und Frankfurt.
Wenn es dir möglich ist, freue ich mich trotzdem, wenn du zu mir kommst, da wir menschliche Wesen sind und ein direkter Austausch unersetzbar ist.
Wo erfahre ich mehr über deine Arbeit?
Neben den sozialen Medien findest du mehr über mich und meine Arbeit in meinem Buch Unf*ckwithable – Dein Weg zum Glück. Dort erkläre ich auch den kinesiologischen Muskeltest Schritt für Schritt und gebe dir ein paar Lifehacks, um mehr Liebe, Gesundheit und Erfolg in dein Leben zu ziehen.
